Sunny's sights of Greece - Methoni #6

Die Festung Methoni

Methoni steht im Zentrum des 2. Teils meines heutigen Posts über unseren Road Trip über den Peloponnes. Methoni ist eine wirklich kleine, griechische Hafenstadt in Messenien die am südwestlichen Ende der Peloponnes liegt und aktuell weniger als 3000 Einwohnern zählt. Dabei wird Methoni bereits in Homers Ilias als Pedasos erwähnt. Auch in der Antike galt Methoni wegen seines natürlichen Hafens schon als eine bedeutende Hafenstadt, die von den Spartanern, den Messenern und auch den Athenern ständig umgekämpft wurde.

Blick über die Festung Methoni

Blick über die Festung Methoni

Methoni -  das rechte Auge der Venezier

Die erste Festungsanlage wurde ca. 400 v. Chr.  errichtet und  später von den Römern und Byzantinern verstärkt und weiter ausgebaut. Im 11. und 12. Jahrhundert  galten  Methoni und Koroni als die „beiden Augen von Venedig“. Methoni war ein strategisch wichtiger Anlaufpunkt der Kreuzfahrer auf ihrem Weg ins Heilige Land aber auch Umschlagsplatz für Waren und vor allem für Informationen. Deshalb haben die Venezianer die Stadt ständig erweitert und befestigt.
Blick über die Festung Methoni

Blick über die Festung Methoni

Unter türkischer Besatzung

Um 1500 eroberten die Osmanen Methoni. Etwa 200 Jahre später gelang es Venedig Methoni für wenige Jahre zurück zu erobern. In dieser Zeit wurde die Stadt zur Landseite hin mit modernen Bastionen ausgestattet. Im Griechischen Unabhängigkeitskrieg wurde die Stadt 1825 verwüstet, dann aber durch französische Truppen befreit. Nach langem Zögern griff Europa endlich ein und vernichtete die türkisch-ägyptische Flotte, die so grausam gegen die Zivilbevölkerung  vorgangen war. Methoni konnte endlich an das Königreich Griechenland übergeben werden. Es war der Anbruch einer neuen Zeit für Griechenland.

Im Zweiten Weltkrieg wurde die Festung von der deutschen Wehrmacht als Stützpunkt genutzt und durch Bombardierung der Streitkräfte der Alliierten schwer beschädigt.

Der Bourtzi von Methoni - Erbaut von den Osmanen


Der Bourtzi von Methoni

Etwa um 1500 wurde die Stadt Methoni von den Türken erobert, die daraufhin den markanten, achteckigen Turm südlich der Festungsanlage – direkt im Meer - errichteten. Welchem Zweck er nun genau dienen sollte und dann tatsächlich diente, wissen wir nicht.
  • Haben die Osmanen darin ihre Gefangenen unmenschlich aber dafür sicher verwahrt? Der Spanische Miguel de Cervantes war dort inhaftiert und soll seinem Roman Don Quixote ein paar Seiten hinzugefügt haben.
  • Diente als Landmarke an der Hafeneinfahrt?
  • Oder ganz friedfertig als Wachturm und wohl auch letzte Zufluchtsstätte?
  • Oder als Unterkunft für die Soldaten?

Auf dem Bourtzi von Methoni - Erbaut von den OsmanenDer Bourtzi von Methoni - Erbaut von den Osmanen

Ich war bereits im August 1995 in Methoni und habe die gut erhaltene venezianische Festungsanlage besucht. Zwischenzeitlich wurde sie mit mehreren 100 000 Euro EU-Fördergeldern in Stand gesetzt und der feuchte Winter hat dem Areal sichtlich gut getan. Alles grün und noch in voller Blüte. Irgendwie kam ich mir eher wie in Irland vor, als auf griechischem Boden. Damals, im Hochsommer, war alles verbrannt und braun. Um ehrlich zu sein, ich habe den alten Steinhaufen kaum wieder erkannt.

Blick vom Bourtzi auf die Festung Methoni

Restauriert und in voller Blüte (Festung Methoni)

Festungsanlage Methoni

Sightseeing macht bekanntlich hungrig. Und wie Ihr auf den Bildern sehen könnt, ist die Festungsanlage durchaus weitläufig. Es war schon Nachmittag, als wir die Festung wieder verließen und uns im angrenzenden Hafen, bei zwischenzeitlich leichtem Nieselregen eine Taverne suchen wollten. So richtig einladend wirkte bei diesem Wetter eigentlich gar nichts.

Kouneli Stiffado - zum Reinlegen

Also haben wir uns einmal mehr auf die Google Rezessionen verlassen und wenige 100 m die Straße rauf, eigentlich fast gegenüber vom Eingang der Festung, die familiengeführte Taverne To Kastro (Empfehlung) gefunden. Liebe Leute, ich sage Euch, das Kouneli Stiffado (mit Wildhase) war ein einziges Gedicht. Leicht. Schön gewürzt mit einem Hauch von Wildgeschmack.

Kouneli Stiffado in der Taverne To Kastro

Trotz des feuchten Wetters, bisher also ein Tag der kulinarischen und optischen Highlights.
Nach dem leckeren Essen fuhren wir gemütlich weiter zur nächsten gebuchten Unterkunft in Koroni. 
Vielen Dank, wenn Ihr heute bis hierher durchgehalten und mitgelesen habt. Es macht mir so eine Freude mich nochmal mit den ganzen Eindrücken zu beschäftigen und sie dann auch mit Euch zu teilen. Ich hoffe, ich schaffe es dieses mal etwas zügiger den nächsten Griechenland Post zu schreiben.

Kommt mir gut durch den Mittwoch, lasst es Euch gut gehen und bleibts ma gsund
Sunny

Blick von der Festung Methoni

Weitere Beiträge: 

Meine Griechenlandliebe

Sunny' sights of Greece - Mein Griechenland - Peloponnes Roadtrip 2019

# 1: Fashion
# 2: Delphi
# 3: Speisen wie die Götter: Arkoudi 
# 4: Olympia und Kyparissia
# 5: Die Ochsenaugenbucht und der griechische Straßenverkehr
# 6: Methoni

Kommentare

  1. Ein bisschen Urlaub könnte ich gerade gut gebrauchen, da lassen mich deine Bilder gerade ein wenig in die Ferne schweifen.
    Liebe Grüße
    Andrea

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  2. Wunderschöne Fotos. Ich dachte bei dem grünen Foto mit den Blümchen auch kurz an England :)
    Klasse. Sarah wird auch wieder in Griechenland urlaub machen. Im September nach Kos.
    Liebe Grüße Tina

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  3. Tolle Bilder. Kann ich gar nicht anders sagen. Ich war jetzt noch nie in Griechenland. Aber so habe ich es mir gar nicht vorgestellt. Vielen Dank für´s zeigen . Bin begeistert :))
    Mir geht es übrigens genau wie Tina , irgendwie habe ich auch erst an Schottland oder England denken müssen ;)
    LG heidi

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  4. Very beautiful photos.
    Food is so yummy :)

    Have a wonderful day.

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  5. Es sind immer so tolle Bilder, echt klasse Eindrücke! Da würde ich gerne Urlaub machen, ich liebe die Kombination aus wunderschönen Landschaften und Geschichte eines Landes und Griechenland ist ein gutes Beispiel!
    Liebe Grüße,
    Claudia

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  6. Stimmt, das sieht irgendwie irisch aus :-)))
    Alles Liebe nochmal, Traude

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  7. Oh bei den Bildern bekommt man nur noch mehr Fernweh.
    Ich war noch nie in Griechenland, jetzt will ich aber nur noch mehr hin, wobei ich dir zustimmen muss, dass es irgendwie irisch aussieht.

    schau gerne auf meinem BLOG vorbei und auf meinem INSTAGRAM

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